TaBuLa - Der fahrerlose Bus in der Altstadt von Lauenburg

Im TaBuLa durch die Altstadt von Lauenburg

Lauenburg im Mai 2020 - Endlich ist es soweit: Der TaBuLa fährt mit Fahrgästen die große Route 3. Das ist die Strecke vom ZOB über Großer Sandberg hinunter durch die Altstadt und im Hohler Weg wieder zurück zum ZOB. Die Fahrt ist kostenlos und wirklich ein tolles Erlebnis. Auch wenn der Bus die Strecke eigentlich autonom fährt, ist sicherheitshalber noch ein Fahrer an Bord. Na klar, ist ja auch ein Forschungsprojekt und der Shuttle muss noch einiges lernen.

TaBuLa in der Altstadt von Lauenburg.

Für die starken Elektromotoren im TaBuLa ist der Anstieg im Hohler Weg kein Problem.

Warum heißt der Bus "TaBuLa"?

Der Name setzt sich aus den Anfangsbuchstaben des Forschungsprojekts zusammen: "Testzentrum für autonome Busse im Kreis Herzogtum Lauenburg." Und als Testzentrum ist Lauenburg mit seiner Altstadt und Oberstadt für den kleinen Bus ideal: Die Verbindung zwischen "oben" und "unten" ist für Anwohner und Touristen interessant und Kopfsteinpflaster, Steigungen und enge Straßen bieten dem Shuttle ein attraktives Lernumfeld. Für Lauenburg natürlich auch eine tolle Sache, gibt es nun noch eine Attraktion mehr in der Elbestadt zu bestaunen.

Der fahrerlose Bus fährt maximal 18 km/h

Wo fährt denn der TaBuLa-Shuttle gerade lang?

Eine Karte mit der Route und den Fahrtzeiten gibt es an den Haltestellen oder im Internet. Das coole dabei: Die aktuelle Position des Shuttles wird in Echtzeit auf der Karte angezeigt, so dass man immer weiß, wo sich der autonom fahrende Bus gerade befindet. So kann man sich rechtzeitig an der nächsten Haltestelle einfinden, um kostenlos zu zusteigen. Ein Runde durch die Oberstadt und Altstadt dauert etwa 40 Minuten, je nachdem, wie viele ungeplante Hindernisse der Bus überwinden muss. Da können andere Autos im Weg parken oder auch mal ein Ast in die Straße ragen: Die sensiblen Sensoren und Lidarsysteme bekommen alles mit. Es könnte ja auch ein Kind vor den Bus laufen.

Gibt es Einschränkungen wegen Corona?

Ja, der TaBuLa ist eigentlich mit 6 Sitzplätzen ausgestattet. Davon dürfen aktuell nur drei Sitzplätze belegt werden. Außerdem herrscht Maskenpflicht - wie in allen öffentlichen Verkehrsmitteln auch. Da der TaBuLa noch viel lernen muss, befindet sich außerdem ein Fahrer an Bord. Auch er trägt eine Maske. Ansonsten ist die Fahrt im Bus eine tolle Geschichte, denn der Bus ist klimatisiert und die großen Fenster machen die Stadterkundung zu einem tollen und bequemen Erlebnis. Gut festhalten sollte man sich, den der Bus stoppt abrupt, sobald sich etwas in seinem Weg befindet.

Blick aus dem TaBuLa-Shuttle in Lauenburg.

So erleben die Fahrgäste die Fahrt im fahrerlosen TaBuLa-Shuttle

Fazit: Hab den TaBuLa schon lieb gewonnen 🙂

Da ich aktuell im Home-Office arbeite und im Hohlen Weg direkt an der Strecke wohne, schleicht der TaBuLa mehrmals täglich leise, elektrisch und mit 18 km/h an meinem Fenster vorbei. Im Schlepptau hat er dann meist eine Kolonne von Autos mit Verbrennungsmotoren, die nun leider nicht mehr wie sonst den Berg hochrasen können, so dass bei mir im Haus die Bilder von der Wand fallen. Moderne Form der Verkehrsberuhigung und Entschleunigung. Wenn es also nach mir ginge, dann darf der TaBuLa auch gern über das geplante Projektende im Dezember 2020 hier seine Runden drehen.

TaBuLa - Im fahrerlosen Bus durch Lauenburg

Holger

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Wohnen wo andere Urlaub machen... Lauenburger und Bewohner der Altstadt seit fast 30 Jahren. Die Stadt an der Elbe bietet für mich als Fotofan und Webdesigner immer wieder neue Impulse für Geschichten rund um Lauenburg.
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