Parken am Fürstengarten

Parkdiskussion ein für allemal begraben

Wir Lauenburger lieben die Aufregung, wenn es um das Parken in der Stadt geht. Und fließen dann noch die geliebten Großprojekten wie Marktgalerie, Edeka-Neubau und Hotel am Fürstengarten in die Debatte mit ein, drohte aus der Aufregung maximale Eskalation zu werden. Doch damit ist jetzt Schluss!

Schon clever, was sich die Beteiligten da haben einfallen lassen: Unter dem neuen Leitbild "Parkraum als Erlösmodell" konnten sämtliche Großprojekt erfolgreich verhindert werden, um zum einen den Status der Stadt als ökonomischen Sanierungsfall zu erhalten und zum anderen den allerorts geäußerten Mangel an adäquatem Parkraum endgültig auszumerzen. Hut ab!

Flanieren war gestern

So wurde die Nutzung der Fläche für das "Hotel am Fürstengarten" im Rahmen des Bebauungsplans P umgewidmet. Ab sofort können Fahrzeughalter ihren PKW gegen ein kleines Entgelt auf dem "Parkplatz am Fürstengarten" abstellen. Damit konnten gleich zwei Fliegen mit einer Klappe geschlagen werden: Die ungeliebte wirtschaftliche Belebung der Innenstadt wurde noch auf der Zielgeraden abgewendet und das Angebot an Parkflächen um 127 Plätze massiv erweitert.

Wer will denn noch die Marktgalerie?

Inspiriert von diesem Geschäftsmodell wurden auch die Pläne für die Marktgalerie unter dem Jubel der Bevölkerung feierlich zu Grabe getragen. In Kürze werde der Bauzaun verschwinden und der Blick auf eine wunderschön asphaltierte Parkfläche freigeben. "Bei der Auswahl der Farben für die Parkplatzbegrenzung haben wir intensiv mit der Unteren und Oberen Denkmalschutzbehörde zusammengearbeitet", frohlockt Bürgermeister Tiede. "So werden die Streifen in altem Weiß den historische Charakter der Stadt unterstrichen und aufkommenden Frohsinn im Keim ersticken."

Parken statt Pumpernickel

Wenn es um das Geldverdienen geht ist auch Edeka gern dabei. Die Post ist weg und der alte Einkaufsmarkt wurde zwar abgerissen, doch statt eines modernen Neubaus direkt an der belebten Kreuzung sind zum Glück auch hier weitere großzügige Parkareale entstanden. "Mit den Parkgebühren haben wir eine deutlich höhere Marge als mit Linseneintopf und Hundefutter", rechnet Marktleiter Müller vor. "Unsere Mitarbeiter haben wir umgeschult. Die machen jetzt Parkberatung, damit der Aufenthalt in Lauenburg zum unvergesslichen Erlebnis wird."

Über die Grenzen der Stadt

Reagiert auf das neue regionale Angebot an Parkraum hat auch die Stadt Lüneburg. So wurde die Bahntrasse zweigleisig ausgebaut, um das stark erhöhte Aufkommen an Pendlern bewältigen zu können. "Ich wohne zwar in der Hansestadt, fahre aber zum Parken jetzt immer nach Lauenburg, wenn ich in Lüneburg einkaufe", bekennt sich Uta B. "Man kann nirgendwo so schön parken wie in der Elbestadt."

P10

Selbst bis nach Hamburg hat sich die neue Entwicklung rumgesprochen. So hat der Hamburger Airport einen neuen Außenparkplatz P10 aufgemacht und raten Sie mal, wo sich dieser befindet. Genau! Shuttle-Busse bringen die Reisenden dann im 20-Minuten-Takt direkt vom Fürstengarten an den Terminal. "Mit den zusätzlichen Parkkapazitäten können wir das Volumen an Fluggästen deutlich ausbauen", erklärt Airport-Chef Eggenschwiller seinen Coup. "Die Parkqualität ist enorm und ergänzt unser Reiseangebot perfekt."

Wir kommen in Frieden...

Am Ende hatte sich die Erfolgsstory über die Grenzen unseres Planeten bis in die Tiefen des Weltalls verbreitet, so dass es nur eine Frage der Zeit war, bis extraterrestische Besucher den Weg zu uns fanden. Und jetzt dürfen Sie drei Mal raten, was die von uns wollen...?

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